Arten von Rissen

Arten von Rissen in der Windschutzscheibe

Es gibt viele verschiedene Arten von Rissen in Windschutzscheiben, die meisten werden allerdings von einem Gegenstand verursacht, der auf die Scheibe trifft. Oft fallen kleine Steine von vorausfahrenden LKW oder werden von den Reifen eines anderen Fahrzeugs durch die Luft geschleudert. Wenn ein Gegenstand den äußeren Rand einer Windschutzscheibe trifft, wird in der Regel ein langer Riss entstehen. Erfolgt der Einschlag näher im Zentrum der Scheibe, führt er dagegen zu so genanntem Sternbruch. Damit bezeichnet man viele sternförmig von einem zentralen Einschlagpunkt ausgehende kleine Risse.

Oft lässt sich der Art eines Risses anhand der Einschlagstelle in der Windschutzscheibe ermitteln. So beginnt beispielsweise ein “zentraler” Riss immer in einiger Entfernung vom Rand der Scheibe (mehr als sechs Zentimeter vom Scheibenrand). Ein solcher Riss kann zunächst klein sein und sich dann in jede Richtung ausdehnen. Ein “randnaher” Riss entsteht meist im Moment des Einschlags und ist 25 bis 30 Zentimeter lang. Wie der Name sagt, beginnen randnahe Risse meist in einem Bereich bis zu 6 Zentimeter vom Rand der Scheibe.

Oft nimmt ein Bruch der Scheibe seinen Anfang als kleine Abplatzung. Allgemein gesprochen lassen sich Risse, die kürzer als 5 Zentimeter sind, reparieren. Risse, die länger sind oder den Rand der Windschutzscheibe erreichen, erfordern meist den Austausch der gesamten Windschutzscheibe.

Die gängigsten Arten von Rissen in Windschutzscheiben sind:

  • Kuhauge – von einem Stein oder einem anderen Objekt verursachter, kreisrunder Glasschaden, typischerweise mit einer trichterförmigen Vertiefung in der äußeren Glasschicht. Er ähnelt einer Abplatzung, bei der allerdings das durch den Steinschlag heraus gebrochene Glasstückchen kleiner ist.
  • Abplatzung – Glasschaden, der durch den Einschlag eines Steines oder eines anderen Gegenstandes verursacht wird, bei dem ein kleines Glasstückchen aus der Windschutzscheibe gesprengt wird.
  • Randnaher Riss – ein Riss, der in einem Bereich 6 Zentimeter vom Scheibenrand beginnt oder den Rand der Scheibe erreicht. Er bildet sich normalerweise sofort beim Einschlag und beginnt mit einer Länge von 2.5 bis 3.0 Zentimetern.
  • Zentraler Riss – ein Riss, der in der Mitte der Windschutzscheibe beginnt (irgendwo außerhalb des Randbereiches von 6 Zentimetern vom Scheibenrand)
  • Halbmond – Glasschaden, der von einem Stein oder einem anderen Gegenstand verursacht wird, der einem Kuhauge ähnelt, jedoch keinen vollständigen Kreis bildet.
  • Unvollständiges Kuhauge – siehe Halbmond
  • Krater – [Einschlagpunkt]
  • Sternbruch
  • Steinschlag – eine kleine Schadstelle, die entsteht, wenn ein Stein oder ein anderer harter Gegenstand die Windschutzscheibe trifft und ein kleines Glasstückchen heraus schlägt. Aus diesem Schaden kann mit der Zeit ein langer Riss entstehen.
  • Spannungsriss – Ein Riss, der ohne äußere Einwirkung auf die Windschutzscheibe entsteht, oft durch große Temperaturschwankungen. So kann beispielsweise leicht ein Spannungsriss auftreten, wenn ein in der Sonne aufgeheiztes Fahrzeug mit Klimaanlage auf höchster Stufe abgekühlt oder mit sehr kaltem Wasser gewaschen wird. Die gegenteilige Situation wäre, wenn ein sehr kaltes Auto plötzlicher Hitze ausgesetzt würde. Aus diesem Grund sollte Eis im Winter abgekratzt oder mit kaltem Wasser abgetaut werden, niemals mit heißem Wasser. Ein Spannungsriss beginnt fast immer am Rand der Windschutzscheibe. Solche Risse verlaufen normalerweise gerade (oder leicht gebogen) und zeigen keine Einschlagstelle. Oft wird die “Stiftprobe” genutzt, um festzustellen, ob es sich um einen Spannungsriss handelt: Ein Kugelschreiber wird den Riss entlanggeführt. Bleibt er irgendwo hängen, handelt es sich nicht um einen Spannungsriss, weil bei einem solchen nirgends Glas aus der Windschutzscheibe gebrochen wird.