Schrammen und Kratzer an Rücklicht- und Blinkergehäuse

Prüfen Sie zuerst, ob die Kunststoffabdeckungen keine Löcher aufweisen. Alle durchgeschlagenen Beschädigungen müssen zuerst, je nach Beschädigung, ausgetauscht oder repariert werden.

Arbeitsmittel
Kunststoffpolitur oder Lackreiniger, feine Schleif- oder Polierpaste, eine hochwertige Lackversiegelung, zwei weiche Baumwolltücher, ein Microfaserpoliertuch, eine Zahnbürste.

So wird´s gemacht
Vor der Behandlung müssen die Kundtstoffabdeckungen gründlich gereinigt werden. Haftende Sandpartikel, auch in den Rillen, können die Oberfläche zusätzlich Schaden zufügen.

Leichte Schrammen:
Etwas Kunststoffpolitur oder Lackreiniger auf ein weiches Baumwolltuch geben. Mit leichtem Druck gegen die Laufrichtung der vorhandenen Spuren arbeiten. Achten Sie darauf, dass immer ausreichend Poliermittel auf dem Tuch vorhanden ist. So werden einfach und schnell Mattierungen, Abrasionen von Waschmaterialien und feine oberflächliche Schrammen erfolgreich beseitigt.

Mit einem sauberen, weichen Microfaserpoliertuch die behandelte Oberfläche blank reiben, bis sämtliche Reste des Poliermittels beseitigt sind. Auf den meisten Kunststoffabdeckungen, ob Blinker oder Rücklicht, befinden sich gravierte, fühlbar erhabene Zahlen und Buchstaben, sogenannte Freigabebezeichnungen (Nummer) und Prüfzeichen. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie sogar lesen, was da drauf steht. Nehmen Sie die Zahnbürste zur Hand und entfernen Sie auch hier sämtliche Rückstände, damit die Schadensbekämpfung nicht für alle Zeiten durch weißliche Schatten sichtbar bleibt. Behandeln Sie das Kunststoffgehäuse anschließend mit einer Lackversiegelung (keine Konservierung). Tragen Sie etwas Versiegelung auf, zwei Stunden trocknen lassen, mit einem weichen Mikrofaserpoliertuch restlos abwischen. Vorgang nochmals wiederholen. Sie können den zweiten Auftrag auch über Nacht wirken lassen. Vergessen Sie aber nicht, diesen vor Ihrer Fahrt zur Arbeit am nächsten Morgen wieder abzupolieren!

Kratzer und tiefer gehende Oberflächenbeschädigungen
Sind die Spuren tiefer oder handelt es sich sogar um deutlich sichtbare Kratzer, dann muss die Beschädigung durch Schleifen behoben werden. Das geht aber nur, wenn Sie sich das auch wirklich zutrauen. Für die Lackbehandlung ist der Tatendrang meistens groß, bei Kunststoffgehäusen jedoch verlässt viele private Autopfleger der Mut! Das muss nicht sein! Wenn Sie sich genau an unsere Anweisungen halten und auch keine unnötige Kraft einsetzen, hat Ihr Reparaturwunsch Chancen auf Erfolg.

Arbeitsmittel
Kunststoffpolitur oder Lackreiniger, feine Schleif- oder Polierpaste, eine hochwertige Lackversiegelung, mehrere weiche Baumwolltücher, ein Microfaserpoliertuch, Schleifpapier 2000er - 3000er Körnung, eine Zahnbürste, ein kleiner Behälter mit Wasser und etwas Geschirrspülmittel.

So wird´s gemacht
Weichen Sie das Nassschleifpapier in Geschirrspülmittelwasser mindestens 1 Stunde ein. Dadurch wird es schön flexibel. Das durchgeweichte 2000er Schleifpapier aus dem Behälter entnehmen. Mit dem Papier vorsichtig diagonal gegen die Kratzer schleifen. Mit einem weichen Tuch alles abwischen. Ist die Fläche spurenfrei und Kratzer nicht mehr sichtbar, mit dem 3000er Schleifpapier noch einmal leicht diagonal zum vorherigen Schleifbild die Fläche bearbeiten, um alle tieferen Schleifspuren des 2000er Nassschleifpapiers aufzuheben. Befinden sich jedoch, trotz Ihrer Bemühungen noch kleine Kratzspuren auf der behandelten Fläche, können Sie den Vorgang nochmals vorsichtig wiederholen. Mit einem weichen Tuch nachwischen. Erschrecken Sie nicht! Jetzt zeigt sich eine stark matte Oberfläche. Diese müssen Sie wieder auf Hochglanz polieren.

Derartige, feine Spuren sind wieder fast mühelos mit Kunststoffpolitur oder Polierpaste (ohne Körnung) zu entfernen. Auch hierbei müssen Sie wieder diagonal zu dem vorhandenen Schleifbild arbeiten. Alle Poliermittelreste unbedingt mit einem Mikrofaserpoliertuch abnehmen. Die sehr glatte Oberfläche verträgt keine Scheuerlappen. Dann war die Arbeit umsonst. Damit nach der Politur wieder ein perfekter Oberflächenschutz und Tiefenglanz eintritt, sollte das mühsam erzeugte Glanzergebnis mit einer hochwertigen Versiegelung bearbeitet werden, siehe leichte Schrammen. Vergessen Sie nicht, die Zahnbürste zu benutzen, um die Freigabezeichen wieder einwandfrei sichtbar zu machen.